allgemeines Medien-bashing

Dies soll wieder ein Container-Blogbeitrag werden, in dem sich im Laufe der Zeit alle möglichen/unmöglichen Beispielfälle an medialen Merkwürdigkeiten und Auffälligkeiten ansammeln sollen. Also diejenigen zumindest, die mir aus meiner Einzelperspektive heraus auffällig scheinen. Es geht also dem zentralen Blog-Thema folgend einerseits um ein befreiendes Lästern und andererseits um den Untergang des Abendlandes aufgrund der medialen Grauenhaftigkeit ;-)

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allgemeines Medien-bashing

post2016

Auch als geschlagener Fußballinteressierter bekommt man natürlich mit, was alle möglichen Leute in der Welt grad so beschäftigt – man bekam es Mitte 2016 sogar in ganz besonderem Maße mit (wenn man bei der EM in Frankreich die Augen/Ohren nicht vollkommen auf den Spielbetrieb fokussiert hatte – denn mitten hinein platzte ja der unselige „BREXIT“-Entscheid). In einem Drittel (oder je nach Gewichtung: einem Viertel oder Fünftel…) der Welt ist im derzeit auslaufenden Jahr 2016 das Schlagwort „postfaktisch“ oder „post-truth“ das Motto der ergebenen Schicksalsungemeinschaft. Alles mögliche läuft nicht so wie gehofft, gewünscht, gedacht, gemeint oder erbeten und allgemein scheint man der Ansicht zu sein, das läge daran, dass breite Bevölkerungsteile den inneren Kontakt zu Realitäten bereitwillig und begeistert zugunsten einer Fantasy-World voller Wunder, Superhelden, rosa Einhörnern und sonstigen Ponzi-Schemes aufgegeben haben.
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post2016

Wissenschaftliche Publikationen – ein uraltes Problem ihrer Zugänglichkeit und die Fraglichkeit einer Lösung

In den vergangenen 10, 15 Jahren wurde vermehrt und intensiver über eine sehr lang andauernde Problematik debattiert: die Probleme hinsichtlich der Zugänglichkeit wissenschaftlicher Publikationen. Kurz gefasst ist das Problem hier ein typisches mediales „Paywall”-Problem. Wer nicht zahlt *und* wer keinen institutionalisierten Zugang besitzt (für den „irgendein anderer = die Allgemeinheit zahlt), der kommt an überwiegende Mengen von wissenschaftlichen Publikationen prinzipiell nicht heran. Die Diskussion um eine allgemeine Zugänglichkeit verschärft sich derzeit, weil die im Netz verbreitete „sharing-Un- bzw. Kultur sich Ausdruck in Form einer neueren allgemeinen Download-Plattform speziell für wissenschaftliche Publikationen verschafft. Ein recht ordentlich ausformulierter Beitrag wird im folgenden verlinkt und kurz zitiert. „Wissenschaftliche Publikationen – ein uraltes Problem ihrer Zugänglichkeit und die Fraglichkeit einer Lösung“ weiterlesen

Wissenschaftliche Publikationen – ein uraltes Problem ihrer Zugänglichkeit und die Fraglichkeit einer Lösung

Dumb Devices (brunzdumme Dinge)

Dieser Beitrag soll so etwas wie ein Endlos-Container für ein allgemeines Herumgenöle über doofe Dinge werden. „Dumb Devices“ im Zusammenhang kann dabei heute alles nur mögliche meinen – vom „programmierbaren Rasierapparat“ über angeblich smarte Telefone über Autos über Bahn- oder Bankinformationssysteme (die unzureichend informieren) bis irgendwo hin zu Großkraftwerken oder gesamten Systemen. Die verbindende Eigenschaft ist die heutige Vorstellung, Absicht oder der Wunsch, alle möglichen Dinge durch „Software“ oder Systemintegration zu „Smartness“ im Gebrauch zu verhelfen – und das nicht seltene Scheitern dieser Absicht im Kleinen (z.B. im Design oder in der Anwendernützlichkeit) oder im Großen. Dazu im Gegensatz ist ein „Hammer“ zum Beispiel sicher ein „Device“ bzw. ein Ding, aber er kann nicht „dumb“ sein, weil er schon von der Konstruktion her keinerlei Eigen-„Smartness“ behaupten kann, will oder soll. Eine Waschmaschine mit umfangreicher elektronischer Steuerungskomponente mit Dutzenden von „Programmen“ und supportiven Funktionen kann hingegen aufgrund der integrierten „Smartness“ sehr wohl an der Einlösung ihrer Werbeansprüche scheitern.

Es geht dabei um Dinge, die sich infolge der „informationstechnischen Revolution“ auf Konsumentenebene seit etwa Mitte der 90er im Gebrauch zeigen. Es geht aber auch immer um die Hoffnung bzw. die Erwartung, dass solche meist ziemlich auf der Hand liegenden Mängel, die auch an sich gar nicht auftauchen müßten, in einer relativ kurzen Zeitspanne hoffentlich verschwinden (und mal ausnahmsweise nicht durch neu Aufkommende ersetzt werden).

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Dumb Devices (brunzdumme Dinge)

Die Korruptionsgrätsche

Ein beliebiger Saison-Nachmittag in Europa. In vielen Stadien längs und quer durch die Spitzenligen läuft der Ball in gut- oder bestbesuchten Arenen. In den spielstärksten Ligen Europas sind beinahe alle Spiele durchgängig ausverkauft und bei durchaus vielen Vereinen ist es beinahe ein Ding der Unmöglichkeit geworden, einigermaßen aussichtsreich kurzfristig an Karten zu kommen. Weitere viele, viele Millionen Europäer hängen schon traditionsgemäß vor Radios und Fernsehgeräten und hören/schauen sich wie an jedem Spieltag die nationalen und internationalen Konferenzen und Einzelspielberichte an. Die internationalen Wettkämpfe der Vereine – Europa und Champions League – locken ganze Völkerscharen in die Austragungsstätten und vor die Großbildleinwände. Internationale Wettkämpfe der Nationalmannschaften sind europäische Festzeiten mit ungeheurer Anziehungskraft. In der anderen Richtung, hin zu den Amateuren, könnte es beinahe besser kaum noch werden – überall in allen Regionen Europas, in allen Dörfern, Städten und Metropolen wird in allen möglichen und unmöglichen Organisationsformen (natürlich zumeist in klassischen und traditionsreichen Vereinen) Fußball gespielt. Kiddies, Youngster, Männer, Frauen, Opas und Omas, Millionen und Abermillionen spielen Fußball, schauen Fußball, nehmen aktiv und passiv Anteil an Fußball und lieben diesen Sport. Und Europa ist noch gar nichts – überall sonstwo auf der Welt, in manchen Regionen mehr, in anderen weniger, bietet sich dasselbe oder ein noch passionierteres Bild – Fußball dürfte seit etlichen Jahrzehnten der beliebteste, meistbetriebenste und meistbeachtete Ballsport der Welt sein. Besser kann es kaum werden, es kann nur berechtigt erwartet werden, dass Jahr für Jahr, Saison für Saison, Wettkampf für Wettkampf weitere Höhepunkte kommen werden ohne jedes Ende.

Außer natürlich man liest irgendwelche Zeitungen oder verfolgt mediale Hysteriewellen. Dort, in Büchern, TV-Shows, News-Formaten, Zeitungsartikeln und entsprechenden Leserkommentaren erfährt man seit etlichen Jahren, dass der Fußballsport schon lange komplett am Ende ist wegen der Kommerzialisierung, dass niemand mehr die Profi-Wettkämpfe verfolgen sollte, weil alles Betrug ist und die Kinder in Afrika sterben und dass alle Funktionäre in allen Verbänden, angefangen bei den lokalen Vereinen und kulminierend natürlich beim absoluten Satan, der FIFA, vollkommen korrupte Verbrecher sind, die die Seele des Fußballs zur persönlichen Bereicherung schon vor Jahrzehnten verkauft haben.

Solange man seine fünf Sinne noch einigermaßen beisammen hat, fällt hier ein gewisses Mißverhältnis auf. Einerseits läuft offensichtlich der Sport auf allen denkbaren Ebenen bestens und seine Liebhaber nehmen zur Teilhabe daran bereitwillig gigantische Mühen und Kosten auf sich und andererseits soll es anscheinend das radikale Böse sein, das sich da auf den Plätzen entfaltet und es wird vom ohnehin Schlechtestmöglichen zum unerahnbar immer noch Schlechteren. Wie das zusammenpassen soll, das kann glaube ich niemand erklären. „Die Korruptionsgrätsche“ weiterlesen

Die Korruptionsgrätsche

Blättertod 7 – Was könnte helf… äh, verkaufbar sein?

Man kann herumreden, soviel und so intensiv man auch immer will. Man kann auf Blogs, Twitter, im Blatt selbst und auf Willi-Wichtig-Konferenzen permanente Gute-Laune-Sprüche und Wir-schaffen-das!-Motivationsverstärker loslassen. Man kann vor internationale Gerichte ziehen, die Parlamente mit Scheingesetzen bedrängen und Hinterzimmergeschäfte um Milliardensummen im Medienmix durchziehen. All‘ dies und noch viel mehr ändert an einer klaren und eindeutigen Tendenz nichts: der (Druck-) Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt dämmert dahin, die Auflagen gehen unaufhaltsam und flächendeckend zurück. Abonnenten sterben und wachsen nicht wieder nach. Direkte Papierstapelverkäufe werden weniger und „unmöglicher“. Das Anzeigengeld wird weniger und spezialisierter.

Was könnte man aus Konsumentensicht tun, um eine qualitativ hochwertige, privatwirtschaftlich florierende Zeitungslandschaft am Leben zu halten? „Blättertod 7 – Was könnte helf… äh, verkaufbar sein?“ weiterlesen

Blättertod 7 – Was könnte helf… äh, verkaufbar sein?

Gewogen und als viel zu leicht gefunden

In den europäischen Wettbewerben der Saison 14/15, der Champions League und der Europa League, ist das Achtelfinale entweder grad im Augenblick entschieden (CL) oder läuft noch (EL). Leider kann man aus deutscher Perspektive schon jetzt, in dieser frühen Phase der Entscheidungskämpfe, ein ziemlich trauriges Resümee ziehen: die Bundesliga war europäisch gesehen wieder mal ein Ausfall. „Gewogen und als viel zu leicht gefunden“ weiterlesen

Gewogen und als viel zu leicht gefunden